Deutsche haben Angst vor Big Data

Die CeBit ist kaum vorüber gegangen und schon werden wieder zahlreiche Fazits gezogen und Fakten aus den dort gewonnenen Daten in Form von Statistiken veranschaulicht.  Eine Statistik ist allerdings ganz besonders interessant. Sie beschäftigt sich damit, was „Big Data“ momentan für einen Stellenwert in der Gesellschaft hat.

8000 Menschen aus unterschiedlichen Ländern wurden zu dem Thema befragt – auch Deutsche. Man kam zu dem Entschluss, dass die Menschen aus der Bundesrepublik eher weniger aufgeschlossen dem Thema gegenüber sind, als Menschen aus anderen EU-Ländern.

Nur 17 % der Deutschen geben nämlich zum Beispiel an, dass sie das Gefühl haben, die Kontrolle über die eigenen Daten zu haben. Im EU-Durchschnitt sind es aber ganze 29%! Hier hinkt Deutschland also ganz klar hinterher. Noch krasser fällt die Angst der Deutschen vor Big Data allerdings bei der Nutzung ihrer Daten für personalisierte Werbung aus. Nur 11% der Befragten aus Deutschland finden die Nutzung ihrer Daten dafür okay. Der EU Durchschnittswert liegt hier jedoch sogar bei 44%.

Insgesamt ist also ganz deutlich erkennbar, dass Deutsche in vielen Belangen doch noch recht konservativ denken und insgesamt eher verschlossen gegenüber Big Data sind. Tatsächlich findet auch nur ein gutes Viertel (28%) elektronische Zähler zur Haushaltsausgabenkontrolle in Ordnung. In anderen EU-Ländern findet das aber fast die Hälfte (47%) okay.

An dieser Stelle darf man jetzt streiten ob die Skepsis der Deutschen berechtigt oder vollkommen unbegründet ist. Fakt ist jedoch, dass die Deutschen sich dazu entschieden haben, anders zu sein als der Rest der EU-Bürger. Es wäre nämlich nicht das erste Mal, dass Deutschland in Statistiken zum Thema online deutlich anders abschneidet als andere Länder.